Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Info-Icon This content is not available in English
[Translate to English:] Show image information

[Translate to English:]

Was wird anders?

Unterricht in Klassen, vorgegebene Stundenpläne, Hausaufgaben, Tests und Klausuren...? Sieht so der Studienalltag aus? Nein, es wird sich einiges ändern. In der folgenden Übersicht haben wir die prägnantesten Unterschiede zwischen Schule und Universität zusammengestellt:

    Eigenverantwortung und Selbstständigkeit
    • Es gibt keine festen Gruppen, oftmals keine Anwesenheitspflicht und keine Hausaufgabenkontrolle. Zudem besteht die Möglichkeit, Prüfungen zu verschieben, über die Anzahl der Lehrveranstaltungen pro Semester zu entscheiden, aus Wahlplichtveranstaltung die Lieblingsthemen herauszusuchen uvm.
    • Mit dieser Freiheit geht auch die Pflicht einher, sich selbst zu organisieren, sich selbst zu motivieren und sich um seine Angelegenheiten zu kümmern.

    Das bedeutet:

    • Mitschriften in den Lehrveranstaltungen anzufertigen
    • Lerngruppen zu finden
    • sich eigenständig zu Prüfungen an- bzw. abzumelden
    • Termine und Fristen einzuhalten
    • Zeiten zum Lernen in den Tagesablauf einzuplanen
    Vielzahl an Anlaufstellen
    • Es steht nicht mehr nur ein*e Klassenlehrer*in oder ein Sekretariat bei Fragen zur Seite, sondern eine Vielzahl an Anlaufstellen. An der Universität gibt es aufgrund der Komplexität der Fragen und Themen eine hohe Arbeitsteilung.
    • Je nach Anliegen können Lehrende, die Fachstudienberatung, das Prüfungssekretariat, das Studierendensekretariat, die studentische Vertretung, die Zentrale Studienberatung oder andere Anlaufstellen behilflich sein.

    Das bedeutet:

    • sich einen Überblick über die verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten zu verschaffen 
    • frühzeitig Kontakt aufzunehmen, da ggf. mehrere Stellen kontaktiert werden müssen
    Freie Wahl der Lehrveranstaltungen
    • Es gibt oftmals keine vorgegebenen Stundenpläne und aufgrund von Wahlmöglichkeiten, besonders bei Kombinationsstudiengängen, teilweise auch keine einheitlichen Stundenpläne. 
    • Es gibt Studiengänge, in denen die ersten beiden Semester vorstrukturiert sind, danach aber eine große Wahlfreiheit besteht. Andere Studiengänge haben von Beginn an wenig Vorgaben. Und wiederum andere Studiengänge sind in allen drei Studienjahren durchstrukturiert und bieten nur wenig Freiraum.
    • In jedem Semester muss der Stundenplan neu zusammengestellt werden. Dabei verteilen sich die Veranstaltungen in der Vorlesungszeit oft auf fünf Tage pro Woche. Zusätzlich kann es in einigen Studiengängen auch mal Blockveranstaltungen am Wochenende geben. In jedem Semester können sich die Uhrzeiten und Tage, an denen man zur Uni kommen muss, jedoch ändern.

    Das bedeutet:

    • sich über Studienverlaufspläne und Pflichtveranstaltungen in den Prüfungsordnungen zu informieren
    • bei Wahlmöglichkeiten nach persönlicher Interessenslage zu entscheiden
    Arbeitspensum: 40-Stunden-Woche
    • Das Studienjahr teilt sich in zwei Semester (Sommer- und Wintersemester). Ein Semester wiederum teilt sich in die Vorlesungszeit und die vorlesungsfreie Zeit (auch oft als Semesterferien bekannt). Während in der Vorlesungszeit jede Woche zur gleichen Zeit die Lehrveranstaltungen stattfinden, ist dies in der vorlesungsfreien Zeit nicht der Fall. Hier werden dafür Prüfungen abgelegt, Hausarbeiten geschrieben oder Praktika absolviert.
    • Der Tagesablauf an einer Hochschule ist anders strukturiert. Im Studium hat man nicht nur weniger Präsenszeit, häufig sind die Lehrveranstaltungen über den ganzen Tag verteilt. Es kommt also durchaus vor, dass man eine Lehrveranstaltung morgens und die restlichen Lehrveranstaltungen erst nachmittags hat.    
    • Der Besuch von Lehrveranstaltungen macht etwa die Hälfte des Arbeitspensums aus. Die restliche Zeit sollte für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen genutzt werden. Dafür sind Hausaufgaben zu bearbeiten, Texte zu lesen und zu durchdenken, Mitschriften zu sortieren, Literatur zu besorgen u. Ä. 

    Das bedeutet:

    • sich kontinuierlich selbst zum Lernen zu motivieren
    • im Tagesablauf feste Zeiten zum Lernen einzuplanen
    Viel Stoff in kurzer Zeit
    • Ein Studiengang beschäftigt sich mit einem oder mehreren Fachgebieten. Diese sind sehr breit angelegt und beinhalten eine größere Stofffülle als Schulfächer. Informationen werden daher in kürzerer Zeit vermittelt und die Prüfungen sind umfangreicher.
    • Im Studium wird nicht nur reines Faktenwissen vermittelt, es werden vor allem Theorien und Modelle vorgestellt, mit denen Fragestellungen betrachtet, Probleme gelöst, Entscheidungen getroffen oder neue Erkenntnisse gewonnen werden können. Auf manche Fragen gibt es dabei mehr als eine Antwort. Hier geht es nicht immer um „richtig“ oder „falsch“. Analysieren, Vergleichen, Schlussfolgerungen ziehen - darum geht es im Studium.

    Das bedeutet:

    • den Stoff einer Veranstaltung zeitnah nachzubereiten (unklare Begriffe nachlesen, Stoff zusammenfassen, weiterführende Literatur lesen uvm.)
    • mit der Vorbereitung auf eine Prüfung nicht erst eine Woche vor dem Termin zu beginnen
    Lernen mit Strategie
    • Lernen an der Universität bedeutet nicht primär "Auswendiglernen", denn in Prüfungen wird nicht nur der in der Lehrveranstaltung präsentierte Stoff abgefragt.
    • Vielmehr geht es um das Verständnis von Theorien, das Erkennen von Zusammenhängen, das geistige Durchdringen des Stoffes und die Aneignung der wissenschaftlichen Methodik des Faches.
    • Lernen mit Strategie bedeutet zudem, ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Studium und persönlichen Freiräumen herzustellen.

    Das bedeutet:

    • Lernmethoden überdenken und ggf. neue Methoden erarbeiten
    • lernen, Themen kritisch zu hinterfragen und zu reflektieren

     

     

    Wissenschaftlich Arbeiten
    • Im Studium geht es nicht mehr um das Wiederholen oder Anwenden vom Unterrichtsstoff, sondern darum, selbst neue Erkenntnisse zu gewinnen, das Unbekannte zu erforschen, bisher unbeantwortete Fragen oder unbekannte Phänomene zu klären oder einen Beitrag zur fachlichen Diskussion in einem Fachgebiet bzw. zu einem bestimmten Thema zu leisten.
    • Dies ist nur dann möglich, wenn die Standards wissenschaftlichen Arbeitens eingehalten werden. Dazu gehört u. a. durch Daten und Fakten abgesicherte Informationen zusammenzutragen, analytisch und strukturiert heranzugehen und genutzte Quellen nachzuweisen.

    Das bedeutet:

    • sich frühzeitig mit den allgemeinen und fachspezifischen Regeln des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut zu machen
    • gründliche Literaturrecherche
    • die eigene Meinung von recherchierten Informationen oder Aussagen anderer Quellen (Personen, Studien o. Ä.) zu trennen

    Auch wenn alles ein bisschen anders wird als bisher - es stehen zahlreiche Angebote für einen guten Studienstart zur Verfügung (Vorkurse, Orientierungstage, Mentoringprogramme, Einführungen in Studientechniken uvm.). Außerdem gewinnt man im Laufe des Studiums immer mehr Orientierung und wächst an diesen neuen Anforderungen.

    The University for the Information Society