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Studierende vor dem Gebäude Q Bildinformationen anzeigen

Studierende vor dem Gebäude Q

5 Fragen an Mika - Jungstudent an der UPB

Mika ist Schüler an einer Paderborner Schule und nutzt das Angebot "Studieren vor dem Abi" an der Uni Paderborn. Er ist bereits das zweite Sememster als Jungstudent in dem Studiengang Informatik eingeschrieben und hat uns von seinen bisherigen Erfahrungen berichtet:

Wie sieht ein typischer Tag als Jungstudent aus?

Bisher habe ich als Jungstudierender vor allem Vorlesungen und Übungen der Informatik besucht. Dabei finde ich es knifflig, Schule und Uni zu kombinieren. So fahre ich meist mit dem Fahrrad direkt nach der Schule zu den Vorlesungen, da diese oft kurz nach der Schule beginnen und ich mich möglichst wenig Stunden von der Schule freistellen lassen möchte.

In den Vorlesungen der Informatik ist es üblich, dass der Dozent den Inhalt der Vorlesung mit Beamern präsentiert und diesen erläutert. Dies hat den großen Vorteil, dass man wenig mitschreiben muss, da man die gezeigten Folien gestellt bekommt. Allerdings notiere ich mir gerne bei den Vorlesungen Anmerkungen auf ausgedruckten Folien, um mich aktiver mit dem Inhalt auseinander zu setzen und die veranschaulichenden Tafelbilder und Erläuterungen des Dozenten auch in meinen Unterlagen zu haben.

Nach der Vorlesung nutze ich gerne die Zeit an der Uni, um an einem ruhigen Ort noch etwas für die Schule zu erledigen. Zu Hause schaffe ich häufig weniger, weil es dort vieles gibt, was mich ablenkt. An anderen Tagen fahre ich zu Präsenzübungen, in denen man mit anderen Studenten herausgegebene Aufgabenblätter zu der Vorlesung mit Hilfe eines Tutors (meist auch ein Student) bearbeitet. Dort wird der Stoff nochmal vertieft und mir wird dabei oft die Anwendung des Inhaltes erst richtig klar. Die Anreise zu Präsenzübungen ist häufig entspannter, da man sich aus mehreren Terminen einen aussuchen kann und sie i. d. R. nachmittags stattfinden. So kann ich Zuhause erst etwas essen und danach zur Uni fahren.

Zu meinem Unialltag gehört noch dazu, selbstständig die von Veranstaltungen herausgegebenen Heimübungszettel (Hausaufgaben) zu bearbeiten, für die man häufig sogar einen Bonus in der Klausur erhält. Ich mache das gerne am Wochenende und vergleiche diese dann in der Woche mit meinen Kommilitonen (Mitstudenten) meiner Abgabegruppe.

Und natürlich schaue ich auch zum Vor- und Nachbereiten auf/von Präsenzübungen und Vorlesungen die Folien nochmal an. Neben dem Lernen an sich gibt es auch viele schöne Angebote an der Uni, um sich zu entspannen oder mit anderen Studenten ins Gespräch zu kommen. Dies genieße ich sehr. Wenn der Tag recht lang wird, gehe ich gerne in die Caféte. Wenn ich viel Zeit habe, besuche ich die “Fachschaft Mathematik/Informatik” und unterhalte mich dort mit den Leuten oder höre einfach nur zu.

In der vorlesungsfreien Zeit bin ich nervös, da dann die Klausuren anstehen. Deswegen gehe ich das Skript nochmal durch und bearbeite ein paar Aufgaben zur Vorbereitung auf die Klausur. Dann bin ich ruhiger. Manchmal darf man sogar, im Gegensatz zur Schule, einen selbsterstellten “Spickzettel” mit in die Klausur nehmen.

Was gefällt Ihnen besonders gut?

An der Uni gefallen mir vor allem die Unterschiede zur Schule. Zum einen, dass bei der Vermittlung des Inhaltes der Veranstaltung stärker der Logik des Themas gefolgt wird und dieses auch breiter aufgefächert wird, als das vieles aus didaktischen Gründen weg oder nur stark vereinfacht dargestellt wird; auch die Art der Vermittlung in Vorlesungen, in denen man 1,5 Stunden dem Dozenten zuhört und den Inhalt in den Übungen vertieft, gefällt mir gut. Infolge dessen setzt man sich nämlich intensiv und wissenschaftlich mit dem Thema auseinander, was mir einen guten Einblick in das Fach und den dort üblichen Arbeitsmethoden gibt.

Zusätzlich ist auch der größere Freiraum, welchen die Uni bietet, schön; bemerkbar durch den Wegfall der Anwesenheitspflicht und der mündlichen Benotung für Vorlesungen und ein insgesamt souveräner Umgang mit den Fachinhalten. So kann man seine eigene Arbeitsweise besser als in der Schule entwickeln.

Neben der Lehre sind die Atmosphäre an der Uni und die gebotenen Möglichkeiten super. Ich bin gerne an der Uni, auch zum Lernen - für die Schule wie für die Uni -, da es dort viele gute Arbeitsplätz gibt und das gesamte Umfeld einen mitreißt, auch selbst produktiv zu sein. Daneben lernt man viele nette Menschen kennen, die man in Fachschaften oder in den Übungen trifft. Besonders viel Spaß habe ich auch an den zusätzlichen Angeboten, welche die Uni bietet (Gesellschaftsspiele, Workshops, etc.). Aber insbesondere gefällt mir die Möglichkeit, mehr über mein Fach zu verstehen sowie an dem Ort Uni an sich zu sein.

Was ist für Sie die größte Herausforderung?

Nicht immer sind die Veranstaltungen zur Schule zeitlich kompatibel. (Passen die Zeiten der Vorlesung mit der Schule zusammen oder gibt es eine Aufzeichnung? Ist der zeitliche Aufwand möglicherweise zu hoch?) Und auch ist nicht immer klar, ob die Veranstaltung Vorkenntnisse erwartet. Zum Beispiel habe ich mich noch nicht an eine mathematische Veranstaltung getraut, da diese meist einen sehr hohen zeitlichen Aufwand haben sollen, außer man heißt Gauß.

Allerdings bereitete mir auch am Anfang das Uni-System mit seinen Formalia Schwierigkeiten: Wo muss ich mich überall anmelden? Wie bekomme ich einen Zugang zu meinem IMT-Konto? Und was kann ich sonst noch Nützliches erhalten? Zum Glück wurde das schnell geklärt, da mir meine erste Dozentin und mein Cousin dabei geholfen haben.

Was würden Sie jemanden über das Programm “Studieren vor dem Abi” berichten, der daran teilnehmen möchte?

Ich würde ihm raten, sich jemanden zu suchen, der sich schon mit der Uni und am besten mit dem Fach auskennt, damit man ihm/ihr Fragen zur Uni (Veranstaltungen, Anmeldungen, etc.) stellen kann. Sonst würde ich ihm sagen, dass man an dem Projekt wirklich viel Spaß haben kann, wenn man für sein Fach brennt, allerdings der Schulstoff relativ langweilig im Kontrast dazu werden kann.

Welche Perspektiven hinsichtlich Studium / Beruf haben sich aus der Teilnahme an dem Programm “Studieren vor dem Abi” ergeben?

Dass ich gerne an der Uni Mathematik und Informatik studieren möchte und auch gerne später an der Uni bleiben und wissenschaftlich Arbeiten würde, weil mir das Programm gezeigt hat, dass mir die Informatik und insgesamt die Uni sehr gut gefällt und zu mir passt.

Die Universität der Informationsgesellschaft