Entwicklung eines standortübergreifenden Flottenmanagementsystems zur Effizienzsteigerung einer bedarfsorientierten Werkslogistik
Datum und Uhrzeit der Durchführung
11. August 2026, 9 – 17 Uhr
12. August 2026, 9 – 17 Uhr
13. August 2026, 9 – 17 Uhr
Partnerunternehmen
Phoenix Contact GmbH & Co. KG
Flachsmarktstraße 8
32823 Blomberg
https://www.phoenixcontact.com/de-de/
Ansprechpartnerin:
Sonja Kopei-Brettmeier (HR Young Talents)
Unternehmensbeschreibung:
Unter einer globalen Dachmarke bietet Phoenix Contact innovative Produkte, Lösungen und Digitalisierungskompetenzen für die Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung aller Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. Damit befähigt das Familienunternehmen die Industrie und die Gesellschaft bei der Transformation in eine nachhaltige Welt mit langfristigen Wachstumsperspektiven für alle. Das Kerngeschäft ist in drei Geschäftsbereichen organisiert. In neuen Geschäftsfeldern werden auch jenseits des Kerngeschäfts Potenziale der Digitalisierung, Elektrifizierung und der veränderten Mobilität erschlossen.
Phoenix Contact beschäftigt heute rund 20.000 Mitarbeitende und hat in 2025 einen Umsatz von 3,3 Mrd. Euro erwirtschaftet. Mit richtungsweisender Verbindungs- und Automatisierungstechnik entwickelt Phoenix Contact gemeinsam mit Kund*innen und Partner*innen Lösungen für die Welt von morgen. Die ganzheitlichen Konzepte inklusive Engineerings- und Serviceleistungen kommen zum Beispiel in der Verkehrsinfrastruktur, der Elektromobilität, für sauberes Wasser, regenerative Energien und intelligente Versorgungsnetze oder im energieeffizienten Maschinen- und Anlagenbau zum Einsatz.
Das Produktspektrum umfasst Komponenten und Systemlösungen für die Erzeugung, den Transport und die Verteilung von Energie, den Geräte- und Maschinenbau sowie den Schaltschrankbau. Ein vielfältiges Programm von Reihen- und Sonderklemmen, Leiterplattenklemmen und -steckverbindern, Kabelanschlusstechnik und Installationszubehör bietet innovative Komponenten. Elektronische Interfaces und Stromversorgungen, Automatisierungssysteme auf Basis von Ethernet und Wireless, offene Steuerungssysteme, Sicherheitslösungen für Mensch, Maschine und Daten sowie Überspannungsschutzsysteme stellen Errichtern und Betreibern von Anlagen, Liegenschaften sowie Stadt- und Verkehrskonzepten smarte Lösungen zur Verfügung.
Themenschwerpunkte:
- Aufbau eines digitalen, integrierten Flottenmanagementsystems
Optimierung der Routen und Ressourceneinsatzplanung
Reduzierung von Leerfahrten und Standzeiten
Erhöhung der Transparenz in Echtzeit
Entlastung der Disposition und Verbesserung der Reaktionszeiten
Ausgangssituation und Problembeschreibung:
Das Unternehmen verfügt über eine interne Flotte, die täglich sowohl das Betriebsgelände in Blomberg als auch die externen Standorte Paderborn, Schieder und Bad Pyrmont bedient. Auf dem Werksgelände befinden sich verschiedene Gebäude, die in unregelmäßigen Abständen Transportanforderungen stellen, beispielsweise für Materialverschiebungen, interne Warenbereitstellungen oder standortübergreifende Sendungen.
Diese Anforderungen entstehen häufig kurzfristig und werden überwiegend manuell per Telefon, E-Mail oder persönliche Zurufe an die Gruppe oder die Fahrer direkt übermittelt. Eine systematische, digitale Erfassung der Transportaufträge findet aktuell nicht statt. Durch diese rein manuelle Steuerung ist weder transparent nachvollziehbar, welcher LKW sich wo befindet, noch welche Kapazitäten gerade verfügbar sind.
Die Disposition arbeitet unter unstrukturierten Bedingungen, da Entscheidungen über Fahrzeugzuweisungen oft auf Zuruf, Erfahrungswerten und Schätzungen basieren. Dies führt zu ineffizienten Routen, unnötigen Leerfahrten und vermeidbaren Wartezeiten sowohl für die Fahrer als auch für die anfordernden Bereiche. Hinzu kommt, dass interne Anforderungen häufig parallel eingehen, ohne dass ein Überblick über Prioritäten, Dringlichkeiten oder die räumliche Nähe der LKWs zu den Gebäuden besteht. Dadurch werden teilweise Fahrzeuge eingesetzt, die sich gerade nicht in der Nähe befinden, während andere potenziell freie LKWs ungenutzt bleiben.
Auch die Kommunikation zwischen Disposition, Fahrern und internen Kunden ist nicht standardisiert. Statusmeldungen zu laufenden Transporten fehlen weitgehend, sodass weder klar sichtbar ist, wann ein Transport ausgeführt wurde, noch welche Aufträge in Bearbeitung sind. Dies erschwert die Planbarkeit und führt regelmäßig zu Rückfragen, Verzögerungen und Doppelanforderungen.
Zusätzlich existiert keine automatisierte Routenplanung oder Vorgabeoptimierung, wodurch insbesondere die Fahrten zu den externen Standorten zeitlich schwer kalkulierbar sind und nicht immer ideal in den internen Fahrplan eingebunden werden können.
Insgesamt sorgt das Fehlen eines integrierten Flottenmanagementsystems für einen hohen organisatorischen Aufwand, Ineffizienzen im täglichen Ablauf und mangelnde Transparenz hinsichtlich Auslastung, Streckenführung und Leistungskennzahlen. Diese Situation erschwert nicht nur die Planung, sondern führt auch zu unnötigen Kosten und einem erhöhten Koordinationsaufwand. Ein digitales, integriertes Flottenmanagement soll daher künftig die Grundlage für eine effizientere, transparentere und ressourcenschonendere Steuerung der gesamten Werks- und Shuttlelogistik bilden.
Zielformulierung:
Konzepterstellung zur Einführung eines digitalen Flottenmanagementsystems, welches beinhaltet:
Schaffung vollständiger Transparenz
Reduzierung von Leerfahrten und ineffizienten Routen
Standardisierung der Kommunikation
Verbesserung der Planbarkeit
Unterstützung einer ressourcenschonenden, kostenoptimierten Logistik durch strukturierte Datenbasis und transparentes Reporting
Aufgabenbereiche:
- Analyse: Aufnahme der bestehenden Transportprozesse (aktuelle Kommunikationswege, Erfassung von Fahrtenvolumen, Frequenzen, Wartezeiten, Leerfahrten)
- Erstellung eines Anforderungskatalogs (funktionale, technische Anforderungen) und Priorisierung der enthaltenden Faktoren
- Evaluierung: Recherche und Vergleich möglicher Flottenmanagementsysteme (Funktion, Kosten, Skalierbarkeit, Bedienbarkeit)
- Konzeption: Modellierung eines möglichen Prozessablaufs (Soll-Prozess)
Zielgruppe:
Studierende der Fachrichtungen
- Betriebswirtschaftslehre
- Computer Engineering
- Informatik
- International Business Studies
- Management
- Management Information Systems
- Wirtschaftsinformatik
- Wirtschaftswissenschaften
Erwünschte (Vor-)Kenntnisse:
- Fähigkeit zur systematischen Analyse bestehender Abläufe
- Grundverständnis für Prozessmodellierung (z. B. einfache Flussdiagramme)
- Fähigkeit zur strukturierten Problemdefinition
- Verständnis von Anforderungsanalysen (Was braucht die Lösung? Warum?)
- Grundlagen der Projektplanung und Arbeitspaketerstellung
- vorhandene Recherchekompetenzen
Praxisprojekt - Download
Anmeldung
Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.
Bitte beachten Sie, dass sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache in Wort und Schrift (mind. C1) erforderlich sind, um am Programm teilzunehmen!