Ziele set­zen mit der SMART-Meth­ode

Kennst du das auch?

Fehlt Dir beim Lernen manchmal der Blick fürs große Ziel? Oder verlierst Du Dich in zu vielen Aufgaben?

Klare Ziele helfen, motiviert und strukturiert das Studium zu meistern. Ohne ein „Warum“ fällt es schwer, dranzubleiben. Fang mit kleinen Zielen an – sie schaffen Erfolgserlebnisse und geben Motivation für größere Herausforderungen. Ziele können z. B. das Bestehen einer Prüfung, ein Praktikum oder Engagement in einer Initiative sein.

Reflektiere regelmäßig Deine Ziele und nutze Zeitmanagement, um sie Schritt für Schritt zu erreichen. Gerade am Anfang hilft es, das Studium durch kleine Etappen überschaubar zu machen.

Klare Ziele für das Zeit­man­age­ment

Bewusste Lern- und Studienziele sind der Schlüssel zu effektivem Zeitmanagement. Klare Ziele ermöglichen es, Pläne zu erstellen und Arbeitsschritte gezielt zu organisieren. Ohne Ziele und Plan verliert man schnell den Fokus und gerät in einen Kreislauf der Ziellosigkeit.

Diese Fragen helfen Dir, Deine Ziele zu reflektieren:

  • Welche Prüfungen möchtest Du am Semesterende ablegen?
  • Was willst Du bis Semesterende erreichen?
  • Was möchtest Du diese Woche schaffen?
  • Welche Aufgaben möchtest Du heute erledigen?
  • Ist Dein Ziel, Prüfungen möglichst gut zu bestehen oder einfach nur zu bestehen?
  • Wann willst Du Praxiserfahrungen sammeln?

Mit klein­en Sch­rit­ten zum großen Ziel

Beginne mit kleinen, erreichbaren Zielen und teile große Vorhaben in Zwischenziele auf. Jeder erreichte Meilenstein gibt Dir Sicherheit, Energie und Selbstvertrauen für die nächste Etappe. Ein klarer Plan hilft Dir, das große Ziel im Blick zu behalten.

Bei einer Prüfung könnten Zwischenziele das Lernen bestimmter Kapitel, Modelle oder die Erstellung von Karteikarten sein. Für eine Hausarbeit könnten es die Literaturrecherche, das Markieren relevanter Textstellen, die Gliederung oder die Vorbereitung eines Gesprächs mit der*dem Lehrenden sein.

Wie set­zt man Ziele?

Viele formulieren Absichten wie „Nächstes Semester will ich die Prüfung bestehen“ oder „Ich möchte ein Praktikum machen“. Doch solche Absichten scheitern oft, da konkrete Zielformulierungen fehlen, die klare Schritte und Rahmenbedingungen definieren.

Stattdessen könnten Ziele so lauten:

  • „Ich erstelle einen Lernplan, lese die sechs Kapitel des Vorlesungsskriptes, fasse die wichtigsten Aspekte zusammen, visualisiere sie in einer Mindmap und stelle sie meiner Lerngruppe vor, um die Prüfung zu bestehen.“

  • „Ich erstelle einen Arbeitsplan, wähle ein Thema, recherchiere Quellen und entwickle eine Gliederung, um meine Hausarbeit rechtzeitig fertigzustellen.“

Klare Ziele geben Struktur und steigern die Erfolgschancen.

Sch­ritt für Sch­ritt: Zie­le set­zen mit der SMART-Me­tho­de

S pezifisch

Die Ziele, die man sich setzt, sollten klar und eindeutig formuliert sein. Vage Formulierungen wie „Ich wünschte, ich würde früher mit dem Lernen anfangen“ setzen kein klares Ziel. Eine bessere Alternative wäre: „Mein Ziel ist es, einen Lernplan zu erstellen und einzutragen, wann ich welche Kapitel für die Prüfung lernen muss, um genug Zeit für die Prüfungsvorbereitung habe.“

M essbar

Das Ziel, das man sich setzt sollte messbar sein. Dabei können die W-Fragen helfen, das Ziel genauer zu definieren: Was? Wieviel? Wo? Wann? Warum? Ein negatives Beispiel wäre: „Ich muss für die nächste Klausur lernen“. Besser wäre: „Mein Ziel ist es, für die Klausur XY, in den nächsten vier Wochen fünf Kapitel zu lesen und zusammenzufassen, um sie anschließend mit meiner Lerngruppe durchzusprechen“.

A ktionsorientiert

Die eigenen Ziele sollten positiv formuliert sein und sich auf das, was man tun möchte, fokussieren. Schließlich soll das Ziel auch einen Anreiz dafür geben, die Arbeit auf sich zu nehmen. Demnach sollte die Zielformulierung nicht lauten: „Ich wünschte, ich würde nicht immer erst so spät mit dem Lernen anfangen.“ Aktionsorientiert und positiv könnte man das Ziel wie folgt umformulieren: „Mein Ziel ist es, einen Lernplan und eine Aufgabenliste zu erstellen, um meine Lernzeit und meine anderen Verpflichtungen besser einzuplanen und frühzeitig mit der Prüfungsvorbereitung zu beginnen.“

R ealisitisch

Ziele, die man erreichen möchte, sollten auch machbar sein. Ziele können hoch und herausfordernd sein, aber sollten nicht unerreichbar sein. Fraglich ist z.B., wie realistisch es ist, zwei Tage vor einer Prüfung anzufangen zu lernen und zu erwarten, hervorragend abzuschneiden. Wer sich realistische Ziele setzt, hat auch eine höhere Wahrscheinlichkeit, diese erfolgreich abzuschließen.

T erminierbar

Man sollte sich einen möglichst konkreten Zeitpunkt setzen, zu dem man sein Ziel erreichen möchte. Es ist auch wichtig, die Meilensteine möglichst genau zu terminieren, damit man nicht in Zeitdruck gerät. Wer mehrere Hausarbeiten innerhalb eines Semesters schreiben und einreichen möchte, sollte genau planen, wann welche Arbeit abgegeben werden soll und zurückgerechnet, wann mit welcher Arbeit und mit welchen Teilaufgaben am besten begonnen werden soll.