Rück­wärts­planung

Kennst du das auch?

Die letzten Monate vergingen wie im Flug und gedanklich befindest du dich noch in den ersten Semesterwochen, obwohl du dich schon in Richtung Semesterende und Prüfungsphase bewegst? Im Studium kommt jeder mal an den Punkt, an dem man sich folgende Fragen stellt: Wie geht es in den nächsten Wochen weiter? Was ist mein nächstes Ziel? Welche Schritte muss ich gehen, um dieses Ziel zu erreichen?

Pla­nung mit der Rü­ck­­wärts­me­tho­de

Damit denkst du von dem konkreten Ziel, das du erreichen möchtest, aus und planst von dort aus rückwärts die nötigen Schritte. Überlege dir also zunächst welcher der letzte Schritt ist, der zur Erreichung Ziel führt. Danach kannst du den vorherigen Schritt festhalten, danach den Schritt davor und so weiter.

Wichtig ist es die einzelnen Schritte aufzuschreiben, um die Zwischenziele festzulegen und jeden Schritt anschließend fest zu terminieren. Dafür sollte man sich an den Kalenderwochen orientieren und genügend Pufferzeiten einplanen, um den Zeitplan anschließend auch realistisch einhalten zu können.

Und so ge­ht's: Ein Bei­spiel

Lisa steuert auf das Ende des Semesters zu und schiebt die nächste Hausarbeit vor sich her, da sie sich unsicher ist, welche Schritte sie auf dem Weg dahin erledigen muss. Um sich einen Überblick zu verschaffen und die Zwischenschritte konkret zu planen, erstellt sich Lisa einen Rückwärtsplan:

Lisas Ziel: Ich möchte am xx.xx.20xx (konkretes Datum festlegen!) meine Hausarbeit bei dem/der Dozent*in abgeben

  • Letzter Schritt: Abgabe der Hausarbeit
  • Schritt davor: Korrekturlesen und Überprüfung der formalen Anforderungen (bei Bedarf mit Beteiligung von Freund*innen, Familie oder Kommiliton*innen)
  • Schritt davor: (…)
  • Schritt davor: Differenzierte Literaturrecherche sowie Analyse dieser zur Einbindung in die Arbeit
  • Schritt davor: Gliederung der Arbeit festlegen und Zeitplanung
  • Schritt davor: Exposé schreiben und mit dem/der Lehrenden besprechen
  • Schritt davor: Erster Kontakt mit dem/der Lehrenden/möglichen Betreuer*in der Arbeit
  • Schritt davor: Literaturrecherche über das mögliche Thema zur Prüfung der Realisierbarkeit der Arbeit sowie
  • Erster Schritt: Gedanken über ein mögliches Thema und erste Recherche.

Anhand der Rückwärtsplanung kann man einen anderen Blickwinkel auf die persönlichen To-Do´s schaffen, die auf dem Weg bis zur Abgabe der Hausarbeit vor einem liegen. Die Festlegung der Schritte als Zwischenziele und die feste Terminierung erleichtert die strukturierte Planung und man kann den eigenen Fortschritt sowie den zeitlichen Zwischenstand messbar machen, um auf dem Weg zum Ziel motiviert zu bleiben.

Pla­nung mit­hil­fe ei­n­er Mind­map

Die Planung einzelner konkreter Schritte bis zum Ziel kann herausfordernd sein. Eine weitere Methode, um eine Struktur aufzubauen kann eine Mindmap sein. Sie ermöglicht das intuitive Sammeln und Strukturieren von Ideen bzw. Arbeitsschritten, ohne direkt eine zeitliche Abfolge festzulegen. Es kann daher der erste Schritt sein, dem dann eine Rückwärts –oder natürlich auch Vorwärtsplanung folgt. Weitere Hinweise zur Methodik und Nutzung von Mindmaps findest du hier!

Tipp

Die vorgestellten Methoden können nicht nur für die Planung einer Hausarbeit sondern für das Erreichen ganz unterschiedlicher Ziele im Studium (Bestehen einer Klausur, Abgabe eine Ausarbeitung uvm.) und darüber hinaus genutzt werden.