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On stairs, there are several boxes with names of different forms of impairments: autism, diabetes, migraine, multilple skeloris, celiac disease. Bildinformationen anzeigen

Beratung zum Studium mit Beeinträchtigung (SmB)

Die Universität Paderborn setzt sich aktiv dafür ein, Studierende mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, chronischen Erkrankungen oder Behinderung in ihrem Studium so zu unterstützen, dass sie gleichberechtigt und selbstbestimmt an der Hochschulbildung teilhaben können.

Studieninteressierte, Studierende, Absolventen und Lehrende können sich an die Servicestelle Studium mit Beeinträchtigung und die Beauftragte für Studierende mit Beeinträchtigung, Behinderung und chronischer Erkrankung wenden, um Beratung und Unterstützung zu erhalten.

Beeinträchtigt studieren: was heißt das eigentlich?

In der Studie "Beeinträchtigt studieren 2" der Deutschen Studentenwerke (2016/17) beantworteten nach 2011 bereits das zweite Mal rund 21.000 Studierende mit Beeinträchtigungen aus mehr als 150 Hochschulen Fragen zu ihrer Studiensituation. 

Sind Beeinträchtigungen sichtbar?
  • Nur bei 4 % der Studierenden ist die Beeinträchtigung auf Anhieb zu erkennen, bei gut zwei Dritteln (67%) ist sie auch auf Dauer nicht sichtbar.
  • Mehr als die Hälfte der Studierenden (53%) hat psychische Erkrankungen, die sich studienerschwerend auswirken, das sind acht Prozentpunkte mehr als 2011.
Welche Schwierigkeiten gibt es?
  • Neun von zehn Studierenden (89%) geben beeinträchtigungsbezogene Schwierigkeiten bei der Organisation und Durchführung des Studiums, in Prüfungs- und Lehrsituationen an. Wie schon 2011 entstehen sie am häufigsten durch eine hohe Prüfungsdichte, Anwesenheitspflichten und zeitliche Vorgaben zum Leistungspensum.
  • Für 7% ergeben sich Studienschwierigkeiten aufgrund baulicher Barrieren, unzureichender räumlicher Ausstattungen oder fehlender Rückzugsräume.
  • Rund 44% der Studierenden haben beeinträchtigungsbezogene Schwierigkeiten im sozialen Miteinander, die Auslöser oder Verstärker von Studienproblemen sind. Insbesondere die Angst vor Ablehnung und Stigmatisierung sowie negative Erfahrungen im Zusammenhang mit dem „Outing“ erschweren die Kommunikation mit Lehrenden, Mitstudierenden und der Verwaltung.
Wie häufig wird der Nachteilsausgleich genutzt?
  • Weniger als ein Drittel (29%) der Studierenden hat – wie 2011 – zumindest einmal einen Nachteilsausgleich eingefordert, am häufigsten für konkrete Prüfungssituationen.
  • 62% der Anträge wurden im Schnitt bewilligt.
  • Drei von vier Nutzer/-innen (73%) bewerten die Maßnahmen als hilfreich.
  • Studierende verzichten auf Nachteilsausgleiche, weil ihnen die Anspruchsvoraussetzungen nicht klar sind, sie Hemmungen haben oder sie keine „Sonderbehandlung“ wollen.
  • Drei Viertel der Studierenden nutzen – mehrheitlich ausschließlich – selbstorganisierte Maßnahmen zur Kompensation von beeinträchtigungsbezogenen Schwierigkeiten. Die Unterstützung durch das familiäre Umfeld und Ärzt*innen und Therapeut*innen ist dabei von besonderer Bedeutung. Jede/r Dritte wird von Kommiliton/-innen unterstützt.
Sind Beratungsangebote bekannt?
  • Neun von zehn Studierenden kennen mindestens ein spezifisches Beratungsangebot der Hochschulen und Studenten-/Studierendenwerke, ein Drittel hat mindestens eins davon genutzt – deutlich mehr als 2011.
  • Hauptthemen sind der Umgang mit der eigenen Beeinträchtigung und die Beantragung von Nachteilsausgleichen.
  • Drei von fünf Studierenden profitierten von der Beratung. Als besonders hilfreich wird eine bedarfsgerechte Unterstützung in der Studieneingangsphase erachtet.
Wie ist die finanzielle Situation?
  • Zwei Drittel der Studierenden haben beeinträchtigungsbedingte Zusatzkosten für Lebensunterhalt und Studium, die sie finanziell belasten.
  • Für jeden sechsten von ihnen ist der Lebensunterhalt nicht gesichert.

Welche Gesetze befassen sich mit Barrierefreiheit?

 UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK)

Die UN-Behindertenrechtskonvention ist ein Völkerrechtsvertrag und ein Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2006. Sie gilt in allen 177 Staaten, die die UN-BRK bisher ratifiziert haben. Für Deutschland ist sie seit März 2009 rechtsgültig. In dem Abkommen werden die Menschenrechte konkretisiert und auf die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung zugeschnitten. Es macht deutlich, dass die Menschenrechte uneingeschränkt für alle Menschen gelten und gibt rechtliche Standards vor. Beispielsweise die barrierefreie Gestaltung von öffentlichen Plätzen und Gebäuden oder von öffentlichen Internet-Seiten. 

Behindertengleichstellungsgesetz (BGG)

Das Behindertengleichstellungsgesetz soll die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Leben in der Gesellschaft gewährleisten (§ 1). Es gilt allerdings ausschließlich für staatliche Institutionen wie zum Beispiel die Agentur für Arbeit (§ 7). Es enthält aber auch Vorschriften dazu, wie in den Bereichen Bau und Verkehr Barrierefreiheit geschaffen werden kann (§ 8). Das BGG legt das Recht auf Verwendung von Gebärdensprache und andere Kommunikationshilfen fest (§ 9), bestimmt die Gestaltung von Bescheiden und Vordrucken  (§ 10) und beschäftigt sich mit barrierefreier Informationstechnik (§ 11). Weiterhin legt es fest, dass zwischen Verbänden und Unternehmen Zielvereinbarungen getroffen werden sollen. Es sei denn, besondere gesetzliche oder verordnungsrechtliche Vorschriften machen dies unmöglich (§ 13). So ist auch einer der Hauptkritikpunkte von Behinderten-Verbänden, dass das BGG der Privatwirtschaft keine bindenden Verpflichtungen auferlegt.

Web Content Accessibility Guidelines (WCAG)

Die Web Content Accessibility Guidelines 2.0 aus dem Jahr 2008 legen Standards für barrierefreies Internet fest. Sie verbinden moderne Webgestaltung mit Barrierefreiheit. Die Web-Inhalte müssen für alle Nutzer wahrnehmbar, bedienbar, verständlich und robust sein. Das kann zum Beispiel mit Hilfe von Alternativ-Texten gelingen, die über Fotos gelegt oder Videos beigefügt werden. Nützlich ist es auch, wenn Inhalte auf verschiedene Arten dargestellt werden können, ohne dass Informationen oder Struktur verloren gehen. Und: Die Texte einer Internet-Seite sollten beispielsweise lesbar und verständlich sein.

Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV)

Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung ergänzt das Behindertengleichstellungsgesetz. Die Verordnung ist auf Grundlage der WCAG entstanden und gilt für alle Internetauftritte sowie öffentlich zugänglichen Internet-Angebote von Behörden und Bundesverwaltung (§ 1). So müssen seit 2006 alle Internet-Seiten des Bundes barrierefrei sein. Die Länder haben für ihre Internet-Angebote jeweils eigene Bestimmungen.
Ähnlich wie in den WCAG geht es in der BITV um die vier Prinzipien der Wahrnehmbarkeit, Bedienbarkeit, Verständlichkeit und Robustheit. Die Belange von gehörlosen und hörbehinderten Menschen und die von Menschen mit Lernschwierigkeiten sind in einem aktuellen Entwurf noch einmal stärker berücksichtigt worden.

Sind Sie in Ihrem Alltag an der Universität Paderborn auf Barrieren gestoßen? 

Bitte melden Sie uns diese, damit wir gemeinsam daran arbeiten können, sie abzubauen.

Kontakt

Kathrin Weber

Zentrale Studienberatung (ZSB)

Servicestelle Studium mit Beeinträchtigung

Kathrin Weber
Telefon:
+49 5251 60-5498
Büro:
I4.313

Sprechzeiten:

nach Vereinbarung. 

Bitte melden Sie sich per E-Mail, um einen Termin zu vereinbaren. 

Cornelia Wagner

Zentrale Studienberatung (ZSB)

Psychosoziale Beratung; Behindertenbeauftragte

Cornelia Wagner
Telefon:
+49 5251 60-5497
Büro:
I4.307
Web:

Sprechzeiten:

Bitte schreiben Sie mir, um einen Termin zur telefonischen Beratung (Mo-Fr) zu vereinbaren!

Video-Sprechzeit ab 13.08.: immer donnerstags von 13-15 Uhr; bitte buchen Sie vorher einen Termin über zsb@upb.de oder 05251-60 2007) Link zum Beratungsraum: https://bbb.imt.uni-paderborn.de/b/cor-h3e-tqc

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